Gemeinde AKAMASOA

Einleitung

 

 

Die Helfer im Hintergrund

 

Verschiedene Vereine und Organisationen auf der ganzen Welt unterstützen das Werk von Pater Pedro Opeka: zunächst die Europäische Union mit einer regelmässigen Reislieferung für seine 9.200 Schulkinder; APPO und "Monaco Aide et Présence";"Les Amis du Père Pedro Opeka" mit 2.800 Mitgliedern in Meaux (www.perepedro.com) , Frankreich; der Verein CALAC des Paters André-Marie; Association Atlante; "Electriciens sans frontières"; Partage avec Madagascar et Association Multi-Aide, Insel Réunion; Lions Club Paris und Strassburg, Rotary Club; Association Toutes Latitudes in Caen; Association Naître à Safata in Clermont-Ferrand; Service des Missions Lazaristes in Paris; Manos Unidas in Spanien, Reggio Terz Mondo in Italien; Centre Missionaire de Lyubljana in Slowenien, die Kiwanis Klubs in Österreich, in Deutschland, sowie im Prinzip die Kiwanis Foundation International.

Raphaël Hoareau, représentant à la Réunion

Der zusammen mit Pater Pedro im Februar 2007 gegründete deutsche Verein "Madagaskar und wir eV" soll dabei die Hilfe für Pater Pedro vom deutschsprachigen Raum aus organisieren.

Auch wenn Pater Pedro sein Werk alleine durch seinen Mut und sein Gottvertrauen geschaffen hat und ihn die ganze Welt dafür bewundert, so wurde die Fortführung seiner wohltätigen Aktionen doch nur durch die Mithilfe von den oben genannten Menschen möglich geworden. Es ist ein Unterschied, tausende oder eben hunderttausende von Armen zu versorgen, und trotz der vielen Anstrengungen der Republik Madagaskar, gibt es dort weiterhin sehr viele hungernde Menschen! Gerade heute mit den rasant steigenden Lebensmittelpreisen steuern wir auf eine weitere Katastrophe zu!

Oft ist es noch nicht einmal die materielle Hilfe, die Akamasoa weiterbringt und das Werk wachsen lässt, sondern das Mitgefühl und die Unterstützung von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt, die einen solchen gewaltigen und selbstlosen Einsatz für die Menschheit - für uns alle -, zu würdigen wissen.

Zu wissen, dass tausende von anonymen Spendern in Europa dem Ruf des Paters folgen und ihre Energie in ein solch wunderbares Projekt einbringen, hält die Menschen in Akamasoa über Wasser, lässt die Verzweiflung oft im Keim ersticken und hilft über so vieles Unbill  hinweg!

Die Sonntagsmesse

Wer je die wunderbare Hl. Messe des Paters in Akamasoa mit mittlerweile 6.000 begeisternden und musizierenden Gläubigen miterleben durfte, wer das grosse Elend der armen Bevölkerung gesehen hat und die jubelnden Freudensausbrüche aller Gemeindebewohner über jede noch so kleine erfahrene Unterstützung, wird diese Eindrücke sein Leben lang in seinem Herzen tragen! Nach einem Besuch in Akamasoa sehen Europäer ihren Alltag nie mehr mit den selben Augen: die kleinen Reibereien des Alltags in unserer sogenannten Hochzivilisation verlieren an Bedeutung und es wird auch schwer, irgendwelche Güter einfach zu entsorgen. Man weiss, dass jede Kleinigkeit in Akamasoa so wertvoll sein kann und alles weiterverarbeitet wird!

Auch atheistische Besucher, die eigentlich mit der Kirche und mit Priestern nichts im Sinne haben, sind immer aussergewöhnlich berührt von der schlichten Kraft, die hinter diesem Projekt steht! Das kann man in allen persönlichen Reiseberichten auf dem Internet nachlesen. Man stelle sich vor: ein Pater, der lieber eine Sporthalle als Gotteshaus verwendet, als grosse Kirchen zu bauen! Mit solchen herzzerreissenden Messen, wie sie in Akamasoa abgehalten werden, würden sich die Kirchen dieser Welt wieder füllen!

Pater Pedro lässt niemanden unberührt.

 

Deutschsprachige Literatur

Das Erscheinen der Autobiographie von Pater Pedro im Ullstein-Verlag Berlin, "Kämpfer der Hoffnung",gab den Anlass, einen Verein um Pater Pedro für den deutschsprachigen Raum zu gründen.

Der Verfasser der deutschsprachigen Ausgabe dieser Biographie, Dr. Gérard Turbanisch, Vorstandsvorsitzender eines Naturpharmaunternehmens unterstützte Pater Pedro seit 1995 von der französischen Insel La Réunion aus als Mitglied des gemeinnützigen Vereins "Partage avec Madagascar". Bei Besuchen im Dorf Akamasoa ( Aussprache: akamascho ) entstand dann die Idee, das Werk des Paters auch dem deutschsprachigen Publikum näherzubringen. Dadurch dass hundert Millionen Menschen mehr einen potentiellen Zugang zu diesem einmaligen humanitären Hilfswerk bekommen, über das gewaltige Projekt und seine Schwierigkeiten informiert werden, können sicher mehr Kinder in Madagaskar Unterstützung erfahren und damit überhaupt überleben. 

 

 

Organisiertes Akamasoa

Bilanzen

Alle Einrichtungen, die Pater Pedro in den letzten 18 Jahren geschaffen hat, sind vom madagassischen Staat anerkannt (Service Educatif Privé Régulier, Clinique Privée), der Verein Akamasoa ist seit 2004 vom Staat als besonders förderungswürdig eingestuft worden und somit steuerbefreit. Mehr als 9.200 Kinder werden zur Zeit von 290 geschulten Lehrkräften in eigenen Grundschulen, Mittelschulen und Gymnasien unterrichtet, 42 Personen im medizinischen Bereich, darunter 12 Ärzte, kümmern sich um die gesundheitliche Versorgung der insgesamt 17 Dörfer. Nur wenige Personen sind in der Verwaltung tätig, da der Pater auf aktive Mitarbeit eines jeden Einzelnen beim Aufbau der Dörfer Wert legt.

Trotzdem kann Pater Pedro jedes Jahr eine genaue Bilanz seiner Aktivitäten erstellen und alle Projekte sind damit vollkommen transparent gehalten.

Eine besondere Bedeutung kommt dabei den Frauen zu, denn fast alle leitenden Funktionen im Dorf werden von ihnen wahrgenommen.

Besuch in Akamasoa

Jedermann kann heute die Gemeinde Akamasoa besuchen und sich so selbst ein Bild der Situation vor Ort machen. Beachten Sie bitte dazu unbedingt die Besuchszeiten und die allgemeinen Regeln für den Besuch (siehe Rubrik Kontakte), um den Tagesablauf der Gemeinde nicht zu stören. Absolut empfehlenswert ist dabei die beeindruckende Sonntagsmesse um kurz vor 9 Uhr, die im Sportstadion von Akamasoa abgehalten wird, da die Kirche längst zu klein für den sonntäglichen Andrang von 6.000 begeisterten Besucher geworden ist!

Blick über einen Teil von Akamasoa

Akamasoa, ein madagassisches Projekt

Pater Pedro ist stolz darauf, dass Akamasoa ein madagassischer Verein ist, von Madagassen gegründet und von Madagassen geführt! Pater Pedro will nur Weichen stellen, Lösungen aufzeigen und den Menschen die Werkzeuge des Erfolges in ihre Hände geben. Auch deshalb hat er keinen ausländischen Mitarbeiter neben sich, alle Entscheidungen gehen von der Gemeinde aus, die ihrerseits eine perfekte Integration in das Land Madagaskar anstrebt. Oft schlägt er wertvolle Hilfe aus Europa aus, denn er will kein westliches Projekt aufbauen. Akamasoa soll weder eine Kolonie, noch ein besseres Stadtviertel sein (für das wird es oft gehalten), sondern ein kleiner Funke Hoffnung, der auf das ganze Land, ja ganz Afrika überspringen sollte!

Eine von hunderten von Schulklassen in Akamasoa. Photo Dr. Weber

Das madagassische Volk trägt deshalb heute diese Hoffnung in sich, glaubt unumstösslich an eine bessere Zukunft und lehnt unverantwortliche Politik kategorisch ab!

Dass Pater Pedro seit 1970 in Madagaskar sehr integriert ist, beweist seine Nominierung für den madegassischen Pressepreis des "Mann desJahres" 1996: eine rein madagassische Auszeichnung, die übrigens auch dem Staatspräsidenten Marc Ravalomanana verliehen worden ist! Der heutige Präsident Ravalomanana, ein Freund des Paters, hat den Verein Akamasoa 2004 zu einem gemeinnützigen Verein erklärt, eine wirklich wertvolle Hilfe, denn nur dadurch sind Hilfssendungen von Steuern befreit!  Akamasoa erhält auch Unterstützung durch den madagassischen Staat: 25 Ärzte und Lehrer werden von der Regierung bezahlt.

Akamasoa heisst auf madagassisch "gute Freunde" und unter diesem Wahlspruch steht die Philosophie der Gemeinde. Jeder Dorfbewohner trägt verantwortlich zu dem Gelingen des Projektes bei und bekommt Aufgaben zugeteilt. 2.800 Bewohner arbeiten dabei als Festangestellte in verschiedenen Berufen. Die ersten Kinder, die der Pater einst von der Müllkippe gerettet hatte, kommen nun von der Universität Antananarivo als Akademiker zurück und unterrichten ihrerseits die Ärmsten der Armen. Eine fantastische Revanche für diese ehemals ausgestossenen Menschen, die von der Gesellschaft sich selbst überlassen wurden...

(weiter in der roten Rubrik rechts)

Pater Pedro beim Fussballspielen in Akamasoa, Dezember 2004