Wir in Europa ...
 

 

Unser Archiv für Presse und Schulen


Wir arbeiten zur Zeit an einem dynamischen Archiv für die Presse oder andere redaktionelle Arbeiten mit einem eigenem professionellen Zugangsbereich. Hier können Sie bald Texte, Bilder und Videos downloaden, bzw. dann auf unserer neuen Homepage pere-pedro.org .

Wir wollen an dieser Stelle auch die Filme von Herrn Mirko Bogataj als mehrsprachige DVD dem Publikum zur Verfügung stellen.

Es existieren zur Zeit ein halbes Dutzend professioneller Fernsehfilme über Pater Pedro, sechs Bücher (+ drei Übersetzungen), Tausende von Fotos, eine Ansichtskartenserie, Hunderte von Artikeln, sowie Material für den Schulunterricht.

Der besonders interessante und zweifach prämierte Fernsehdokumentarfilm "Apostel der Müllmenschen" ( 28:08 Minuten) wird demnächst hier auf dieser Site erhältlich sein. Das bayrische Fernsehen hatte auch 1996 den Film "ein Haus auf den Hügeln" in Akamasoa gedreht. Zur Zeit wird ein neuer Dokumentarfilm vom ZDF im März geplant.

Leider sind mit diesem Vorhaben die Möglichkeiten unserer jetztigen Homepage ausgereizt! Wir würden einen Webdesigner benötigen, um eine neue technische Basis zu schaffen: hohe Interaktivität, bessere Bilder, Downloadmöglichkeiten, vier Hauptsprachen (Deutsch, Englisch, Franz., Slowenisch), einige Nebensprachen (Madagassisch, Spanisch, Chinesisch, Arabisch), etc.

 

 

Mitarbeiter in Europa

Deutscher Sprachraum

Dr. Gérard Turbanisch hat sein ganzes Leben der wirtschaftlichen und humanitären Hilfe in Afrika gewidmet. Er arbeitete als Regierungsberater für die Regierung von Paul Biya in Kamerun und von Thomas Sankara in Burkina Faso, bevor er von der Insel Réunion aus den Pater Pedro  zwölf Jahre lang unterstützte. Ehemaliger Besitzer eines Naturpharmalabors im Indischen Ozean, Autor der deutschen Bearbeitung der Autobiografie des Paters, Gründer des Vereins "Madagaskar und wir" und des Vereins "Pater Pedro e.V.".

 

 

Herr Max Haberstroh, Berater für Umweltschutz und Ökotourismus an der Présidence in Madagaskar, arbeitet  gegenwärtig zusammen mit Pater Pedro an der Erstellung eines Fotoarchives, an einer permanenten Fotoausstellung in Akamasoa und am Aufbau des dt. Vereines mit. Er und seine Frau Beate tragen auch ganz erheblich zum Aufbau unseres Fotoarchives bei, das ab März 2007 online abrufbar sein wird.

Der österreichische Fotograf Jakob Polacsek hat uns eine ganze Reihe von wunderschönen Madagaskarbildern (2005) zur Verfügung gestellt, die wir im Archiv verwenden werden.

Der rührige Lions Club von Kochersberg/Strassburg und die Lions International Foundation, die ein Altersheim in Akamasoa finanziert haben und Pater Pedro jährlich unterstützen. Herr Maurice RUCH arbeitet massgeblich an diesen Hilfsorganisationen und an dt-franz. Übersetzungen.

Unterzeichnung am 14.2.2007 einer Konvention zwischen dem Lionsklub Strassburg und Akamasoa.

Herr Mirko Bogataj, der 2002 einenbeachtenswerten 28-minütigen Dokumentarfilm über Akamasoa in drei Sprachen drehte. Er bekam beim 12. Internationalen Filmfestival dafür den ersten Preis!

Der deutsche Journalist und Reiseleiter Klaus Heimer in Antananarivo, der bereits mehrere Reportagen über den Pater verfasst hat. Sicher einer der besten Landeskenner.

Klaus Heimer

Der Verlag Ullstein in Berlin, der eine wichtige Medienarbeit um die Herausgabe des Buches "Kämpfer der Hoffnung" in die Wege leitet.

Nicht zu vergessen die neue Schülergruppe "Trafo 07" mit einem weitreichenden Programm zur Unterstützung von Pater Pedro! Diese Gruppe bereitet z. Zt. eine Theateraufführung mit dem Thema "Müllkinder" vor, die am 7.3. in Wunstdorf mit einer Podiumsdiskussion uraufgeführt wird. Des Weiteren Benefizkonzerte und Partnerschaften.

Ein herzliches Vergeltsgott auch an Frau Gabriele Pacher in Grossgmain/Salzburg, die uns im religiösen Kontext der Übersetzung aus dem Französischen kompetent berät und unsere Homepage immer wieder nach Fehlern durchforstet!

Europaweite Hilfsaktionen:

Die Europäische Union, die Beträge in Millionenhöhe für die Schulspeisung in Akamasoa beisteuert.

Fürst Albert von Monaco, der jedes Jahr die Arbeit von Pater Pedro konkret unterstützt.

Mme. Danielle Mitterand - als ehemalige First Lady Frankreichs - unterstützt nach wie vor die Gemeinde.

Das Stammhaus der Vinzentiner-Kongregation in Paris steht seit 35 Jahren hinter ihrem berühmten Missionar.

Die Vinzentiner Kongregation in München mit Schwester Epiphanie, Planegg (filles de la charité).

Partage avec Madagascar, La Réunion, mit seinem rührigen Präsidenten Raphaël Hoareau. Bonjour et bravo Raphaël!

Monaco Aide et Présence.

Association Multi-Aide, Insel Réunion.

Aufbau eines Internetauftrittes von Anne und Fabio in Rom und in italienischer Sprache.

Die französische Kinderärztin Dr. Marie Monfort in Paris, die unsere "Schwesterseite" www.perepedro.com und den Verein "Die Freunde von Père Pedro" mit 2.000 Mitgliedern leitet. Das trotz 12 Stunden Klinikbetrieb und drei eigenen Kindern! Bleibt zu hoffen, dass sich in anderen Ländern viele Nachahmer finden, die solche Seiten in ihrer Sprache ins Netz stellen können!

alle anderen noch in Bearbeitung....

 

 

 

 ein Bild geht um die Welt.....

Bravo KIWANIS INTERNATIONAL !

Zu guter Letzt ganz selbstverständlich der Kiwanis Klub in Österreich, der Pater Pedro in verschiedenster Form und seit vielen Jahren unterstützt. Die Kiwanier in Österreich waren die ersten Spender im deutschen Sprachraum, die sehr früh das wunderbare Werk in seiner ganzen Dimension richtig einschätzen konnten. Von dort aus ging eine unschätzbare praktische Hilfe aus, um 240 Häuser (das Kärntnerdorf) und ein Krankenhaus aufzubauen!

Besonders hervorzuheben sind Herr Mirko Bogataj, ehem. Chefredakteur des ORF, Frau Stickler für Ihren wunderbaren und spontanen Einsatz als Gouvernor, Herr Dr. Weber, unermüdlicher Helfer der Kinder, Herr Ing. Schmidt und Herr Haimo Berger als Kurator. Wir entschuldigen uns bei allen anderen Mitwirkern, die an dieser Stelle nicht genannt werden können!

Kiwanis Österreich hatte auch die Verbindung zu den deutschen Klubs geschaffen, die sich ihrerseits sehr für das Werk des Paters engagieren!

Dr. Weber, Kiwanis Klub, in Akamasoa mit "seinen" Kindern

Der Kiwanis Club ist die drittgrösste Serviceverein der Welt mit über 500.000 Mitgliedern in 13.000 Klubs weltweit organisiert, ähnlich wie die Rotary Klubs und die Lions Klubs. 1915 in USA gegründet, wollen die Kiwanier karitative Leistungen erbringen, wo staatliche Hilfe nicht oder nicht schnell genug möglich ist. Ein Beispiel: in den letzten Jahren spendete der Klub 100 Mio. $ gegen den Jodmangel in der dritten Welt. Spezielles Hilfsprogramm für Kinder.

Tipp: Anfang Juli 2007 findet der 92. Kongress der Kiwanis Foundation in San Antonio/Texas statt. Wäre es nicht grossartig, Pater Pedro dorthin einzuladen? !!

Kongressplakat Kiwanis International 2007

Hier das Spendenkonto Kiwanis Österreich:

KIWANIS Freunde von Akamasoa

 

Kto.Nr. 00000524140   

 

Raika Villach BLZ. 39496

 

IBAN :  AT86 3949 6000 0052 4140
BIC:     RZKTAT2K496

 

Aus steuerlichen und praktischen Gründen empfehlen wir Spender aus Österreich in ihrem Land zu spenden, Spender aus Deutschland/Schweiz und anderen Ländern bitte in Deutschland. Italien und Frankreich haben wiederum eigene Organisationen für die Unterstützung von Pater Pedro.

 

 

HIER DIE REDE PATER PEDROS VOR DEM WELTKONGRESS IN HAWAII.

Pater Pedro war 2005 von Kiwani International auf ihren Weltkongress in Hawaii eingeladen, wo er die World ServiceMedal entgegengenomen hatte, genauso, wie Jahre zuvor Mutter Theresa. Er hielt seine Rede in Französisch mit englischer Simultanübersetzung, hier die Übersetzung ins Deutsche, die uns freundlicherweise vom Kiwanis Klub in Österreich zur Verfügung gestellt wurde:

 

 

                     Das „Unternehmen“ Akamasao

(Rede Pater Pedros anlässlich der Kiwanis Weltconvention in Honolulu)

 

 

Ich bin sehr glücklich, vor dieser Versammlung so vieler ehrenwerter Mitglieder von Kiwanis International sprechen zu dürfen. Ich grüße Sie alle aufs Herzlichste.

 

 

Unser Kampf gegen die Armut begann 1989. Als wir zu den Müllhalden kamen, lebten die Menschen und vor allem die Kinder dort in größter Armut. Sie starben an diesem Ort des Leidens ohne jegliche Teilnahme. Gegen diese Ungerechtigkeit, Unschuldige und besonders Kinder auf diese Art leiden zu sehen, habe ich mich aufgelehnt. Wir sind nicht wieder fortgegangen, sind bei diesen Menschen geblieben, haben mit ihnen gelebt. Unsere Idee entstand knieend in einer Hütte aus Karton und Plastik von 1,30 m Höhe.

 

So wurde Akamasoa gegründet. Wir saßen auf der Erde, redeten. Ganze Familien wollten dem Elend entrinnen. Sie flehten uns an, nicht mehr auf dem Müll und der Straße leben zu müssen. Soll man den Familien das Recht verweigern, der Hölle entrinnen zu wollen? Weil wir dieses Leben dieser armen Müllmenschen geteilt haben, beschlossen wir, ihr Schicksal mit ihrer Hilfe zu ändern – mit einer einfachen Idee:Hilfe sofort und direkt! Wir mussten aber auch ehrlich mit ihnen sein und haben drei Bedingungen gestellt: Arbeit, Schule, Disziplin. Nur so könnten Sie die Armut besiegen.

 

Wir haben ihnen gesagt: „Wenn ihr eure Kinder liebt, muß etwas geschehen. Wenn ihr noch etwas Kraft in euren Körpern spürt, steht auf. Ihr seid fähig, eine besserer Zukunft für eure Kinder zu schaffen, ihr könnt euer Schicksal in die Hand nehmen. Wir haben keine Patentlösungen, wir haben nicht einmal Geld. Aber zusammen können wir etwas erreichen, wenn wir es nur wollen!“ Und so haben sich die am meisten Benachteiligten ihrer Kinder wegen aufgerafft!

 

Heute besuchen diese Kinder die Schule, sie können lesen und schreiben, maturieren oder studieren, sie haben die Würde wiedergewonnen, die ihre Eltern verloren hatten. Sie beten für alle Kinder dieser Welt. So großer Reichtum, so große Weisheit entspringt ihren Herzen! Ich sehe ihre Gesichter und erkenne darin ein Leuchten, ich spüre die Freude, die Gnade. Jedes Kind hat ein Recht auf eine Zukunft, auf Würde. Man gewinnt die gesamte Menschheit, wenn man ein Kind rettet. Kinder sind die Zukunft unseres Planeten .

 

 

Der Hauptteil der Arbeit in Akamasoa ist der Kampf gegen die Armut, Tausenden von Kindern Bildung und Würde zu vermitteln, weiterzumachen im täglichen Kampf, denn so viele Familienväter nehmen ihre Pflichten gegenüber ihren Familien nicht wahr, verlassen ihre Kinder und betrinken sich unter dem Vorwand, das Elend vergessen zu wollen. Wir sind aber auch sehr zornig darüber, wieviele Länder dieser Erde nichts gegen das Betteln auf den Straßen tun.

 

Hier arbeiten die Eltern und sichern so das Überleben ihrer Familien, auch wenn sie weniger als 1 Doller/Tag verdienen. Es ermöglicht ein Überleben, auch wenn sie nicht immer genug zu essen haben und sich keine Medikamente leisten können. Laut wollen wir diese Ungerechtigkeit in die moderne Welt hinausrufen, eine Welt, die noch niemals in ihrer Geschichte genügend Mittel zur Verfügung hatte, um die materielle Not und Ungerechtigkeit zu mindern.

 

 

Mit kleinen Maßnahmen schon können wir schwerwiegende Probleme mindern. Eine „Krankenkasse“ wurde gegründet, damit Kranke geheilt werden können. Es ist wichtig, diese Einrichtung dem Volk zur Verfügung zu stellen, dann ihr altes Leben lief nach dem Motto „Rette sich, wer kann“. Diese einst gedemütigten Armen  entdecken die Hilfe, unser soziales System wird im Land als beispielgebend genannt! Oft sage ich ihnen folgendes: „Der Kampf ist und wird immer bleiben. Wir sind bekannt, man spricht von uns im Fernsehen, aber wir müssen weiterarbeiten, müssen einander weiter helfen. Und das mit Ausdauer!“ Es ist sehr schwierig, eine gewisse Ordnung zu respektieren, für Erwachsene, die am Rande der Gesellschaft gelebt haben.

 

 

Eindringlich bestehen wir auf zwei Dingen: Wir hatten Mitleid mit euch, habt ebenso Mitleid mit anderen. Wir haben euch geholfen, helft anderen! Denkt an die Jüngsten! Sollen wir etwa resignieren, sagen, es sei sinnlos? Dagegen wehre ich mich aus zwei Gründen: Zum einen haben wir ihnen gegenüber eine dringende und unumgängliche Aufgabe. Wir müssen sie herausholen, ihnen eine Zukunft bieten. Wir müssen ihnen die Schlüssel dazu geben, gute Erziehung und Bildung.

 

Die Kraft, die in ihnen steckt, kann nicht mit Gewalt ausgetrieben werden. Sie muß in geregelte Bahnen gelenkt werden. Deshalb unsere Regeln und gelegentlich eine gewisse Dosis Autorität. Um sie zur Vernunft zu bringen, schrecke ich nicht vor harten und bestimmenden Worten zurück. Diese Energie der Notleidenden, die allzu oft von der Helferideologie verleugnet wird, muß befreit werden. Da sie sich nicht mehr als Objekte der Hilfsbereitschaft betrachtet haben, sondern Vertrauen in sich selbst entwickelt haben, haben wir gemeinsam mit unseren Kindern etwas erreicht.

 

Nur so können sie die Verantwortung gegenüber den Alten übernehmen. Hier ist jedoch noch nicht alles erreicht. Die Alten arbeiten noch immer mit aller Kraft im Steinbruch, bei Kälte, bei Hitze, bei Regen, um die finanzielle Unabhängigkeit der Gemeinschaft zu sichern. Vielleicht gelingt uns dies eines Tages, wenn sich die Wirtschaft bessert, so wie es die neue Regierung verspricht. Finanzielle Autonomie bedeutet jedoch nicht, dass Akamasoa einfach so funktioniert! Dennoch bin ich überzeugt, dass meine engsten Mitarbeiterinnen schon ein fundiertes Grundwissen haben, und unter den Jungen zeigen sich auch neue Führungstalente. Die jungen Menschen, die in diesem Werk der Menschlichkeit groß geworden sind, sind äußerst sensibilisiert.

 

In 16 Jahren haben wir Dörfer gebaut, Schulen errichtet, eine Kanalisation geschaffen, die ehemaligen Orte der Ausgrenzung von Gewalt befreit, eine Ambulanz und ein Krankenhaus mit Geburtenstation mit Hilfe von Kiwanis erbaut. 250.000 Menschen wurden aufgenommen, 17 Dörfer errichtet, fast 2500 Häuser bieten 15.000 Bewohnern Schutz. 3000 Arbeitsplätze wurden geschaffen, 8500 Kinder gehen zur Schule statt auf den Müll oder auf der Straße zu betteln. Steinbruch, Bau, Mechanikerwerkstatt, Tischlerei, Stickerei, Korbflechterei sorgen für ein Einkommen von Tausenden. 280 junge Madagassen, Lehrerinnen, Professoren, Ärzte, Hebammen, Dentisten, Ingenieure....bilden die kleine Armee von Akamasoa.

 

Damit beweisen wir, dass Madagaskar fähige und verantwortungswürdige junge Leute hat. Man muß sie nur finden und ihnen die Mittel zur Weiterentwicklung anbieten. Sie sind Beispiel für alle jungen Leute im Land. So haben sie Würde und Verantwortung gefunden, und sind Schmiede ihres eigenen Schicksals.

 

 

Was wir in Akamasoa realisiert haben, kann überall wiederholt werden. Man muß nur an die Menschen glauben, vergeben, Ausdauer zeigen, sich dem Problem der Schutzlosen und Straßenkinder stellen. Wenn man die Dinge sich selbst überlässt, sind Lösungen schwieriger und der Preis ist höher.

 

 

Abschließend unser „Rezept“. Wir haben uns den Schutzlosen genähert, sie und ihre Kinder respektiert und dies jeden Tag aufs Neue.

 

Von ganzem Herzen möchte ich nun der Int. Kiwanis Convention für ihre bemerkenswerte Unterstützung danken und für die mir verliehene Medaille. Ich nehme sie im Namen aller Eltern und Kinder von Akamasoa entgegen, die den Kampf gegen die Armut aufgenommen haben.

 

Danke!

 

 

 

 

 

Pater Pedro in Hawaii